Qualität statt Quantität auf der Kölner Reisemesse!

Die großzügige Dekoration der Halle stand für den Qualitätsanspruch.

So könnte das Motto der neuen Messeleitung der Kölner Reisemesse lauten. Die wiederbelebte Veranstaltung überrascht – nicht nur positiv. Mit einem Eintrittspreis von 15 Euro liegt die Kölner Veranstaltung am oberen Ende der Endverbraucher-Reisemessen. Beim Gang durch die moderne Halle 9 wird allerdings deutlich, dass die Macher Wert auf das Erlebnis während des Messebesuches legen. So trennen großflächige Plakate optisch die Halle in mehrere Bereiche, die die Messebesucher nach und nach entdecken. Auch die Aussteller werden anders behandelt, als auf anderen Messen üblich. Ganztägige Verpflegung in einer Aussteller-Lounge, kostenfreier Empfang und intensive Gespräche mit den Organisatoren am Abend, das zeichnet eine Messeleitung aus, die eine exklusivere Veranstaltung aus der alten Kölner Reisemesse machen möchte.

Der erste Schritt in Richtung Exklusivität ist getan. So verwundert es dann auch nicht, dass Aussteller, die eher preisgünstige Reiseangebote auf der Reisemesse vermarkten wollen, unzufrieden waren. Einige haben verständlicherweise schon signalisiert, dass sie im kommenden Jahr nicht mehr dabei sein werden. Gut hingegen scheint der Absatz von höherpreisigen Reisen zu funktionieren. Es waren eher die Aussteller mit Reisen im Hochpreissegment die sich positiv über die IKR 2011 äußerten.

Bei dem exklusiven Ansatz der Messe lässt die Quantität logischerweise zu Wünschen übrig. Insgesamt konnten laut Messegesellschaft 15 Tausend Besucher registriert werden. Die gut situierten und interessierten Besucher nahmen jedoch nur durchschnittlich 88 Kataloge pro Ganzen Prospektständer mit. Damit ist die Kölner Reisemesse am unteren Ende der Effizienz-Statistik anzusiedeln. Doch wie sagt Dieter Ruppert, von Ruppert Brasil: „Eine schlechte Messe ist immer noch besser als gar keine.“

Ob der exklusive Ansatz von Messeorganisator Jacoby und seinem Team aufgeht, wird letztlich das nächste Jahr zeigen. Zünglein an der Waage werden dabei die Besucher. Sie entscheiden durch ihr Kommen über die Entwicklung der Veranstaltung. Viele haben sich dieses Jahr über das ungünstige Preis-Leistungsverhältnis geäußert. Wird es der Messeleitung im kommenden Jahr gelingen, diesem Negativ-Image keinen weiteren Nährboden zu geben? Dann wäre der Fortbestand der Kölner Reismesse gesichert.

Zur News über die Leipziger Messe vergangene Woche gab es von einigen Standnachbarn Kommentare. Ihre Wahrnehmung über die Veranstaltung deckt sich nicht mit den von der Messegesellschaft mitgeteilten Besucherzahlen. Für mehr Informationen lesen Sie bitte die Kommentare der letzten News.