Reisemesse Köln geht einen Schritt in die richtige Richtung

Von Roland Delion: Gestern erhielten viele Reiseveranstalter und potenzielle Aussteller der Reisemesse Köln ein neues Angebot. Wesentliche Neuheit: Standfläche ohne Standbau ist nicht mehr ab 72 qm, sondern schon ab 12 qm möglich. Das AktivReiseNetz begrüßt diese Entscheidung. Sie ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Die Preise und Leistungen nähern sich dem Marktüblichen. Noch Wünsche offenbleiben allerdings beim Lesen des Kleingedruckten. Deshalb stellt das AktivReiseNetz weiterhin Nachbesserungsbedarf fest.

Zu den Details:

– Mindestquadratmeterfläche. Unter uns gibt es viele Reiseveranstalter, die weniger als 12 Quadratmeter Ausstellungsfläche bestellen. Auf der f.re.e. in München in der Halle A4 sind es im kommenden Jahr über 30. Angenommen diese Unternehmen würden der Reisemesse Köln fern bleiben, wenn sie keine kleineren Flächen erhalten, bedeutet das schätzungsweise  225 Quadratmeter nicht gebuchte Messefläche.

– Anzahl Ausstellerausweise. Aktuell erhalten Aussteller mit einem 12-qm-Stand einen Ausstellerausweis, marktüblich sind zwei oder drei. Auf 12 Quadratmetern sieht eine Person ziemlich einsam aus. Da sind schon zwei Standbetreuer notwendig. Bei einer Flächenmiete von mindestens 1320 Euro sollten beide ohne zusätzlich Kosten zu ihrem Stand kommen können.

– Mitausstellergebühr. Das AktivReiseNetz hält die Forderung von 250 Euro pro Mitaussteller für überhöht. Die zahlreichen Dienstleister, wie die PATA, die ARGE Lateinamerika oder auch das AktivReiseNetz werden mit solchen Forderungen nicht gerade gelockt. Übrigens darf maximal ein Mitaussteller pro 12 qm aufgenommen werden. Diese Restriktion ist nicht nur für Anbieter von Gemeinschaftsständen schädlich, sondern behindert auch die loseren und festeren Kooperationen zwischen Veranstaltern.

Die Reiseveranstalter sollten allerdings eher gelockt werden. Sind sie es doch, die eine Reisemesse mit ihren abwechslungsreichen Angeboten erst richtig interessant machen. Damit sie zahlreich nach Köln kommen, muss die Organisation wohl noch ein paar mehr Schritte in die richtige Richtung machen.