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Achtung: Reiseveranstaltern droht Abmahnwelle

Eine Abmahnung per Post erhielten nichts ahnende Geschäftsführer von Reiseveranstaltern in den vergangenen Tagen. Dabei wird der Reiseveranstalter darauf hingewiesen, dass eine bestimmte bisher in der Branche übliche Praxis nicht rechtens sei. Für diesen Hinweis haben die Reiseveranstalter über 200 Euro zu bezahlen und natürlich das Ganze innerhalb von weniger als 14 Tage abzuändern und zu erklären, dass sie das nie wieder machen werden.

Diese Welle ist nicht aufzuhalten

Was ist passiert? Die Wettbewerbszentrale ist der Meinung, dass eine branchenübliche vorgehensweise nicht rechtens ist. Es soll laut BGB Informationsverordnung nicht aussreichend sein, wenn in den AGBs darauf hingewiesen wird, dass bei Nicht-Erreichen der Teilnehmerzahl die Reise seitens des Veranstalters abgesagt werden kann. Viel mehr versucht die Wettbewerbszentrale jetzt zu erzwingen, dass die Reiseveranstalter in ihrem Internetauftritten direkt bei der Angabe der Mindestteilnehmer daraufhinweisen, dass die Reise ggf. abgesagt wird. Den genauen Wortlaut entnehmen Sie bitte der Kopie des Schreibens (WBZ-Abmahnung, Seite2).

Die Reiseveranstalter haben jetzt drei Möglichkeiten:
1. Warten bis die Wettbewerbszentrale auch sie abmahnt. Das kostet 200 Euro.
2. Freiwillig einen entsprechenden Passus bei allen online ausgeschriebenen Reisen einfügen.
3. Abmahnen lassen und hoffen, mit der Wettbewerbszentrale eine gesonderte Vereinbarung treffen zu können.

Klagen, oder besser formuliert, den Rechtsweg dagegen zu beschreiten, scheint laut mehrer Rechtsexperten nicht besonders viel versprechend zu sein. Prüfen Sie also Ihre Texte auf Ihrem Internetauftritt. Eine schnelle Reaktion kann Kosten und Ärger sparen. Die Welle kommt direkt auf die Reiseveranstalter zu.

Nachtrag:
In einem weiteren Artikel finden Sie einen möglichen Lösungsansatz.

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