fvw Kongress nur für die oberen Eintausend?

Von Roland Delion: Heute, und damit einen Tag später als üblich, berichte ich dafür live vom dreizehnten fvw Kongress in Köln. Gestern lauschte ich den Vorträgen. In wie weit die Inhalte für kleine und mittelständische Reiseveranstalter interessant sind und was sich auf der gleichzeitig stattfindenden TravelExpo für unsere Kunden anbahnte, davon berichte ich Ihnen in dieser News: brandaktuell und für Sie persönlich.

Der fvw Kongress ist die Institution der Tourismusbranche. Schwergewichte, wie Volker Böttcher Geschäftsführer der TUI Deutschland, Thomas Bösl von der Reisebürokette RTK und viele andere waren gestern anwesend. Es war der Tag der Reiseveranstalter. Mehr als zehn Mitarbeiter alleine von der TUI Deutschland waren an den Rhein gekommen. So viele erkannte ich auf jeden Fall noch aus meiner kurzen Zeit bei dem Konzern. Bei einem Eintrittspreis von 325 Euro ist das ein ganz schön großer Kostenposten. Insgesamt vermeldete Ines Niedecken, die den fvw Kongress eröffnete, zirka 900 Teilnehmer.

Leicht geneigt, zu errechnen, wie viel der eine ausgab und die andere umsetzte, wollen wir uns dem eigentlichen Thema widmen: Wie können kleine und mittelständische Reiseveranstalter, die aktuellen Entwicklungen in der Tourismusbranche für sich nutzen?

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Gespannt waren wir auf den Vortrag von Stefan Tweraser, Google Country Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Doch der Herr wollte die Zuhörer „nicht mit Statistiken langweilen“ und zog es vor, auf der Straße aufgefangene Stimmen über deren Buchungsverhalten (Internet oder Reisebüro) abspielen zu lassen. Leicht unterhaltend, mit gespielten technischen Problemen wies er jegliche Ambitionen zum Einstieg in das Reisemittlergeschäft von sich. Fachlich fundiert berichtet dazu Arndt Aschenbeck von der fvw.

Auch den Vortrag von Facebook Deutschland Chef, Scott Woods, erwartete ich mit Spannung. Der zu spät angereiste Woods überzeugte, dass er mit Menschen umgehen kann. Neue Inhalte hingegen waren Fehlanzeige. Er beschränkte sich darauf, die bereits bekannten Werbemöglichkeiten vorzustellen.


Aktuell berichte ich vom Stand des AktivReiseNetzes auf der gleichzeitig stattfindenden TravelExpo. Auf der Suche nach Nischenveranstalter, die Rechtsberatung, Suchmaschinenoptimierung und Messevertretungen wünschen, verbrachte ich den restlichen gestrigen Tag hier. Nebenbei hielt ich Ausschau nach neuen effizienzsteigernden Möglichkeiten für Sie, unsere Kunden. Um es vorweg zu nehmen: Es war spannend.

Köln wird eine neue Reisemesse bekommen. Wir nutzten die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Organisator. Er scheint gut in der Stadt vernetzt zu sein, hat zahlreiche Kontakte zu Entscheidungsträgern in Köln. Weniger kennt er die Reisebranche. Das drückt sich auch in den Preisen aus. Für einen 9 Quadratmeter Eckstand inklusive Stellwände sollen ca. 2600 2218,50 Euro fällig werden. Flächen ohne Stellwände wird es erst ab 72 Quadratmetern geben. Das lässt aufhorchen. Erinnern sich doch noch viele an das hochpreisige Angebot zur letzten ausgeschriebenen Reisemesse in Köln. In den kommenden Wochen erhalten viele Touristiker, vermutlich auch Sie, das Angebot per Post. Auf der TravelExpo vereinbarte ich einen Telefontermin zur Aushandlung günstigerer Konditionen für kleine und mittelständische Veranstalter. Über den Ausgang werde ich im Rahmen unserer News berichten.

Die Katalogproduktion schluckt bei Reiseveranstaltern jede Menge Zeit und Nerven: Anpassen von Bildern und Texten, bis die Katalogseite gut aussieht. Einen vereinfachten Prozess, der Zeit und damit bares Geld spart, bietet ein Dienstleister an, mit dem ich ebenfalls gesprochen habe. Ob dieses Tool etwas für unsere Kunden ist? Dazu werde ich Sie in einer späteren News befragen. Ziel soll es sein, dass Sie, werte Kunden, weniger Arbeit mit dem Katalog haben und sich mehr auf die Reise-Organisation und den Verkauf konzentrieren können.

Eingeladen zum fvw Kongress hatte das AktivReiseNetz Marco Penzel von Outback Africa, der unter allen Messepräsenz-Frühbuchern per Losentscheid die Eintrittskarte gewonnen hat. Spontan klang die automatisierte Katalogproduktion für ihn interessant. Wie ihm der gesamte fvw Kongress gefallen hat, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

Für mich und das AktivReiseNetz war es ein spannender Tag – in der Hoffnung, noch viele gute Ideen für Sie kostengünstig und effizienzsteigernd umsetzen zu können. Heute erwarten wir hier in der aktuellen Stunde des fvw Kongresses den noch Bahn-Chef Büchy, der mit Fragen zu seiner Kandidatur zum DRV Präsident konfrontiert wird.  Dieses wirklich aktuelle Thema ist dann aber wohl eher wieder für die oberen Eintausend.